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Die Publikation dieser Zeitschrift ist aus meiner Sicht ein weiterer Schritt in die richtige Richtung für eine Gefängnisseelsorge, die versucht, sich mit anderen Diensten und Fachleuten im Justizvollzug auszutauschen und zu vernetzen.
Die Gefängnisseelsorge blickt in der Schweiz auf eine lange Tradition zurück. Der Grundsatz der Religionsfreiheit in den Menschenrechten, die Nelson Mandela Rules und der entsprechende Artikel in unserer Bundesverfassung stellen die Weichen für das Recht des Insassen seinen Glauben auch im Kontext des Freiheitentzugs bestmöglich auszuleben. Gerade in einer Zeit, in der die forensische Psychotherapie und Psychiatrie so stark im Justizvollzug präsent ist, scheint mir die Gefängnisseelsorge wichtiger denn je zu sein, da das Gespräch mit dem Gefängnisseelsorgenden unter der seelsorglichen Schweigepflicht steht und somit keine vollzugsrelevanten Auswirkungen haben kann. Die Gefängnisseelsorge versteht sich als eine wichtige Ergänzung zu den anderen Diensten.
  • Alfredo Diez01