Die Wiederkehr von Emotionen in die Strafrechtstheorie

Dr Lisanne Teuchert Ruhr-Universitaet Bochum
Dr. Lisanne Teuchert, Ruhr-Universität Bochum

Es gibt unabweislich eine Wiederkehr der Emotionen, aber es wird noch um den richtigen Platz von Emotionen in der Straftheorie gerungen. Eine einfache Ausblendung von Emotionen wird schwieriger – und zwar von theoretischer wie von gesellschaftlicher Seite aus. Zu sehr stellen verschiedene Entwicklungen in der Sicht auf Emotionen generell, auf den Zuschnitt und die Orientierung des Strafrechts und auf den Ort von Emotionen im öffentlichen Diskursraum die neuzeitliche Ausblendung von Emotionen aus dem Strafrecht infrage.

Von den Möglichkeiten und Grenzen restaurativer Verfahren im Jugendbereich

Shirine Tissira
Shirine Tissira

Der vorliegende Artikel gibt in zusammenfassender Weise die Masterthesis zum Ansatz Restorative Justice im Jugendbereich wieder. Der Ansatz sieht sowohl alternative Strafprozesse wie auch Konfliktlösungsverfahren für nicht strafrechtlich gerahmte Fälle vor. Durch die Masterarbeit wurden erstmals Möglichkeiten und Grenzen restaurativer Verfahrensformen für Jugendliche in der Schweiz qualitativ-empirisch untersucht, um dadurch praxisorientierte Anregungen für die (Weiter-) Entwicklung aufzuzeigen.

Restorative Justice Versöhnung und Beziehung als Strafzweck

Friedrich Schwenger
Friedrich Schwenger

Dieser Artikel reflektiert das Konzept der «Restorative Justice» als alternatives Konzept zum geltenden deutschen Strafrecht. Dazu wird der präventive Zweck von Strafe dargestellt und versucht, Restorative Justice als Ausweitung und Alternative in die präventiven Zwecke einzuzeichnen. Vor dem Hintergrund der verstärkten Rufe nach mehr Sicherheit geht es hier um den Versöhnungssinn des Rechts und um Restorative Justice als Beziehungsparadigma sowie um Gefahrenabwehr und Resozialisation durch Heilung von Verletzungen.

Seelsorgeausbildungen von und für Muslime in Deutschland

Dr Christina Kayales
Dr. Christina Kayales

Wer besucht muslimische Patient*innen und Gefangene? Wo und von wem können diejenigen, die diese Besuche übernehmen, ausgebildet werden? Was ist hierbei alles zu bedenken?