Nr. 4

Inzwischen liegt bereits die vierte Nummer unserer Zeitschrift «„Seelsorge & Strafvollzug. Zur Praxis heutiger Gefängnisseelsorge»“ vor. Im Namen derDie Redaktion bedanket sich ich mich herzlich für all die Rückmeldungen, die bei ihr uns eingegangen sind.

In dieser vierten Ausgabe unserer Zeitschrift kommt in besonderer Weise die Kernaufgabe der Seelsorge zum Ausdruck, sich Seelsorgesuchenden  dass wir mit dem Engagement der Seelsorge im Gefängnis uns den Seelsorgesuchenden zuzuwenden. Es werden  Sie stehen in allen Artikeln dieser Zeitschrift im Fokus der Aufmerksamkei[HS1] t, wer sie sind, ihre besonderen Bedürfnisse beleuchtet, aber auch, ihre durch die Gesellschaft erfahrene Stigmatisierungen und es wird gefragt, wie wir wir als Seelsorgende ihren Begehren an uns,Bedürfnissen gerecht werden können. Darüber hinaus beschäftigt sich diese Ausgabe intensiv mit den Gefängnisseelsorgenden selbst und beleuchtet Rollenverständnisse und Einordnung der Seelsorge im interprofessionellen und interreligiösen Kontext des Schweizerischen Strafvollzug.  [HS1]DAS STIMMT NICHT !!!1!

Der erste Artikel dieser Zeitschrift mit dem Titel «„Justizvollzug und Gefängnisseelsorge im Spannungsfeld unterschiedlicher Aufgaben und Interessen»“ wurde von dem langjährigen Chef des Amtes für Justizvollzug des Kantons Zürich, Dr. Thomas Manhart, verfasst. Er steht Darin wirbt für einen möglichst gleichermassen humanen wie auch sozial-effizienten Justizvollzug. Dabei spielt für Manhart und spricht der Gefängnisseelsorge eine wichtige Rolle im Strafvollzug zu. Er fordert die Gefängnisseelsorge auf, mutiger zu werden und ihre Anliegen emanzipiert zu verteidigen. die Gefängnisseelsorge eine gewisse Rolle. Allerdings müsste sie wieder mutiger werden

Bei dem zweiten Beitrag dieser Zeitschrift handelt es sich um die Ansprache vonDer zweite Beitrag dieser Ausgabe besteht aus einer Ansprache, die Frau Prof. Dr. Isabelle Noth, die sie anlässlich der CAS-Urkundenvergabe an die Absolvent_innen des CAS Religious Care in Migrations Contexts am 18. Mai 2018 gehalten hat. Isabelle Noth, Professorin für Seelsorge, Religionspsychologie und Religionspädagogik an der Universität Bern, plädiert in ihrer Ansprache dafür, dass Herausforderungen der heutigen Zeit nur im interreligiösen und interdisziplinären Miteinander gelöst werden können, die in Mitmenschen ihren Nächsten zu sehen vermögen.  – dies gleich ihrer religiösen Ausrichtung oder gesellschaftlichen Prägung. Wir bedanken uns bei Prof. Dr. Noth, dass sie uns den Abdruck dieser Rede ermöglicht hat, da in ihrso Zukunftsweisendes für die Gefängnisseelsorge gesagt wurdeeinem öffentlichen Publikum zugänglich gemacht werden kann.

Der dritte Artikel «„Gefängnisseelsorge als Nachdiplomstudiengang an der Universität Bern. Beginn einer Erfolgsgeschichte»“ wurde von Dr. Willi Nafzger, geschrieben. Dr. Nafzger, langjähriger Ausbildungsleiter an der Universität Bern für Gefängnisseelsorgende, verfasst und gibt einen detaillierten Einblick in die Geschichte dieser Ausbildung. Dabei unterstreicht er, dass, in der demdas Erlernen der sozialern Kompetenzen und den das Verständnis der interdisziplinären Verknüpfungen eine immer zentralere Rolle zugewiesen wurde.eine zentrale Rolle in der Ausbildung von Gefängnisseelsorgenden spielt.

Im vierten Beitrag «„Die Rollen(n) des Imams im Gefängnis» verfasst von Muris Begovic, Imam und muslimischer Seelsorger in Zürich, wird deutlich, wie vorteilhaft für alle Beteiligten interreligiöse Seelsorge in Gefängnissen wirken kann. Muris Begovic klärt versucht eine Definition derie Rollen desr Imamse zwischen in der Moschee und den Institutionen des Straf- und Massnahmenvollzugs.

Der fünfte Artikel «„Seelsorge als Minimalmotivation für stationäre Therapie? Überlegungen zum Bundesgerichtsentscheid 6_B_ 543/2015»“ entspringt der Feder von Dr. Frank Stüfen. Sein Forschungsinteresse gilt der Begründung und Entwicklung der Gefängnisseelsorge im Behandlungsvollzug. Sein Artikel zeigt das Gefährdungspotential für die Seelsorge, wenn Seelsorgegespräche dokumentiert werden.

Der sechste Artikel «„Gesichter der Einsamkeit und Isolation während der Coronakrise. Auswertung eines transaktionsanalytischen Seelsorgegesprächs» wurde von Marek Slaby verfasst. Slaby schreibt zum zweiten Mal in unserer Zeitschrift über transaktionsanalytische Seelsorge im Gefängnis, diesmal mit einer kurzen Fallvignette, die den Einfluss der Coronakrise auf einen jugendlichen Straftäter analysiert und herausstellt, wie wichtig gefängnisseelsorgliche Arbeit in diesen Zeiten ist..

Die Artikel in diesem Heft reflektieren die gewünschte Ausrichtung der Zeitschrift mit Themen des Vollzugs, interdisziplinären Reflexionen und interreligiösen Überlegungen. Wir arbeiten weiter daran, Autor_*innen zu publizieren, die sich aus Forschung und Praxis zur Gefängnisseelsorge und Strafvollzug äussern möchten. Vorschläge für Artikel und Manuskripte können gern über die Webseite oder per Mail eingereicht werden.

Die Redaktion plant bereits die zwei folgenden Nummern Ausgaben 5 und 6 von «Strafvollzug Seelsorge & SeelsorgeStrafvollzug», die im Herbst 2020 und im Frühjahr 2021 erscheinen sollen.

Diese Zeitschrift erscheint in Papierform und steht danach online auf unter www.seelsorgeundstrafvollzug.ch zur Verfügung. Wir sind allen dankbar, die uns auch mit kleinen eine Spenden unterstützen. Die freiwilligen [HS1] Kosten pro Heft betragen ca. CHF 4.50 Sfr ohne Versand.  [HS1]Stimmt das so?

Die Redaktion wünscht ein anregendes und vielfältiges Leseerlebnis!


Freundlich grüsst
Christoph Rottler, Redaktion